Positioniere dein Seitenlicht

Ein seitlich angeordnetes Licht gibt einem Foto meiner Meinung nach besonders viel Tiefe und Dramatik. Durch die spielerischen Möglichkeiten, die das Modell in Position bringen kann, entstehen interessantere Looks als mit einem flachen oder frontalen Lichtaufbau. Zwar ist es aufgrund der Komplexität etwas schwieriger damit zu arbeiten, aber dafür lohnt sich die Mühe!

In diesem expliziten Fotoshooting habe ich das Adidas Set in der Mittagspause leicht abgeändert und zwei Schirme auf beiden Seiten des Modells aufgebaut. Im Nachhinein hätte ich lieber Striplights verwendet, aber Schirme funktionieren genauso gut. Das Licht wurde etwas hinter dem Model aufgestellt und etwas in Richtung Kamera gedreht. Das Hauptlicht links mehr als das Aufhelllicht rechts.

Wähle die richtige Blende und Schärfentiefe

Meine Kamera war für diese Aufnahmen auf f/11 @1/125 bei meiner bevorzugten Brennweite für Porträtfotografie eingestellt: 85 mm.
Das sorgt dafür, dass die Fotos eine gute Schärfe über das gesamte Model liefern und ich kann das Streulicht und Umgebungslicht ziemlich effektiv aus meiner Belichtung herausnehmen.

Die Blende beeinflusst die Schärfentiefe des Bildes. Eine kleine Blende führt zu einer größeren Schärfentiefe, was bedeutet, dass mehr Bereiche des Bildes scharf sind. Eine große offene Blende führt dagegen zu einer kleineren Schärfentiefe, was bedeutet, dass nur ein kleiner Bereich des Bildes scharf ist.
Die perfekte Blende hängt also davon ab, welchen Effekt Sie erzielen möchten.

Ich habe mich für einen ISO-Wert von 64 entschieden (den natürlichen Basiswert bei der Nikon D850), weil ich in dem Studio mein Licht selber bestimmen kann und ich daher keine Sorge habe, dass das Bild zu dunkel wird.

Finde den besten Winkel

Es erfordert etwas Experimentieren mit dem richtigen Winkel, da das Seitenlicht sehr “zerbrechlich” ist, in dem Sinne, dass verschiedene Gesichtszüge und leichtes eindrehen sehr schnell zu ganz unterschiedlichen Resultaten führt, anders reagiert reagieren und mehr oder weniger Schatten wirft.
Leite an und gib dem Modell Anweisungen, bis du deinen optimalen Punkt gefunden hast.

Beleuchte die Augen

Für die Bindung zum Foto ist der Blickkontakt ausschlaggebend. Drehe das Model daher am besten zum Hauptlicht, und richte das Seitenlicht so aus, dass es die Augen des Models trifft. Das wird ihnen mehr Ausdruck verleihen und sie leuchtender erscheinen lassen.
(Natürlich sind Regeln aber auch dazu da gebrochen zu werden.)

Schatten sind wichtig

Das seitliche Licht ist an sich schon ein dramatisches Licht-Setup. Spiele also ruhig mit Licht und Schatten um gewisse Szenen zu verstecken und etwas in das ungewisse und dunkle verlaufen zu lassen.

Wenn du dich für Fotografie interessierst und gerne mehr darüber erfahren möchtest, kannst du dich gern bei mir melden. Ich biete Workshops und Fotoshootings an, bei denen deine Kreativität ausleben und gleichzeitig etwas Neues lernen kannst. Also zögere nicht und kontaktiere mich – ich freue mich schon auf unser gemeinsames Fotoprojekt!

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